Ev.-luth. Kirchengemeinde

Kathrinhagen Rolfshagen

95 Brötchen, 6 Brote und dazu 130 Eier

Vor zehn Jah­ren ha­ben ei­nige ak­tive Frauen der ev.-luth. Kir­chen­ge­meinde Ka­thrin­ha­gen-Rolfs­ha­gen das "Frühstück für Al­le" ins Le­ben ge­ru­fen. Ei­gent­lich such­ten sie eine Mög­lich­keit, in ge­sel­li­ger Runde Zeit für Ge­spräche zu bie­ten und Jung und Alt zu­sam­men zu brin­gen. Zeit für Ge­spräche ist bei dem reich­hal­ti­gen, le­cke­ren Frühstück, aber die Gäste sind doch al­les Se­nio­ren. "Das macht nichts. Die ge­nießen die Stun­den hier im Ge­mein­de­haus und es schmeckt ih­nen", stellt Ger­trud Ho­berg fest, die Haupt­or­ga­ni­sa­to­rin des "Frühstücks für Al­le" ist. Von Be­ginn an da­bei sind Ilse Kon­kart, Wilma Böhm, Helga Scheff­ler und seit ei­ni­gen Jah­ren auch Hil­de­gard Er­ber.

Im­mer im Früh­jahr und Herbst wird das Frühstück an­ge­bo­ten und rund 60 Gäste fol­gen der Ein­la­dung. "Es wür­den noch mehr kom­men, aber wir ma­chen dann ein An­mel­de­stopp. Mehr fin­den hier kei­nen Platz", erzählt Ho­berg und zeigt auf die bis auf den letz­ten Platz be­leg­ten Ti­sche. Die Se­nio­ren las­sen es sich be­reits gut ge­hen. Sie ha­ben sich am reich­hal­ti­gen Buf­fet be­dient, es­sen und plau­dern. Das "Frühstücks-Team" hat dafür noch keine Zeit. Kaf­fee und Tee wer­den ge­kocht, beim Buf­fet nach­ge­legt und Ge­schirr geräumt. Es war so­gar schwie­rig für Kers­tin Bre­de­meier-Mielke und Ka­trin Wink­ler vom Kir­chen­vor­stand, die fünf ak­ti­ven Frauen für einen Mo­ment in ih­rem Tun zu un­ter­bre­chen, um ih­nen ein Dan­ke­schön zu ü­ber­rei­chen. "­Zehn Jahre Frühstück für Alle ist eine Ge­le­gen­heit Danke zu sa­gen", stellte Ka­trin Wink­ler fest. Für jede der Hel­fe­rin­nen hatte der Kir­chen­vor­stand hübsch de­ko­rierte Koch­löf­fel mit­ge­bracht. Die fünf Frauen freu­ten sich, stell­ten die Ge­schenke aber schnell zur Seite und wid­me­ten sich wie­der ih­rer Ar­beit. "Sch­ließ­lich gibt es noch Nach­tisch", stellte Hil­de­gard Er­ber schmun­zelnd fest und schon kam der ver­füh­re­ri­sche Pud­ding auf das Buf­fet. Als die "Schlacht ge­schla­gen", das Ge­schirr ab­ge­wa­schen war, setz­ten sich die Frauen noch ein­mal gemüt­lich zu­sam­men und ü­ber­leg­ten, wie viele Bröt­chen sie wohl in den zehn Jah­ren an­ge­bo­ten ha­ben, wie viel Kaf­fee ge­kocht wurde und wie viele Ei­er. An dem Sams­tag wa­ren es je­den­falls 95 Bröt­chen, 6 Brote und 130 Eier und eben jede Menge mehr, wie Kä­se, Wur­st, Mar­me­la­de, Obst…

­Den Ein­kauf er­le­digt ü­b­ri­gens Ger­traud Ho­berg im­mer mit ih­rem Mann Her­bert. Die Män­ner pa­cken gern mit an. Am Frei­tag müs­sen sie im­mer die Ti­sche zu­rechtrü­cken, die dann de­ko­riert wer­den. Mor­gens um 6 Uhr tref­fen sich die Frauen für die Vor­be­rei­tun­gen.

Ü­b­ri­gens, das Frühstück ist et­was teu­rer ge­wor­den. Das Frühstücks-Team wollte den Preis von 6 Euro auf 6,50 Euro an­he­ben, aber die An­we­sen­den ent­schie­den künf­tig 7 Euro zah­len zu wol­len. Wer nicht bis zum Herbst-Frühstück war­ten möch­te, kann ü­b­ri­gens am ers­ten Sams­tag im Mo­nat zu Kaf­fee und Ku­chen ins Ge­mein­de­haus Ka­thrin­ha­gen kom­men. Von 13.30 bis 17 Uhr steht die Tür für Je­der­mann of­fen.In Rolfs­ha­gen fin­det das "­Zehn­jäh­rige Früh­lings­frühstück" ü­b­ri­gens An­fang Mai stat­t.

­Fo­tos: us

Schaumburger Wochenblattvom 29.04.2015 |